Nettetal, 20.01.2010 - Nicht immer lassen sich Gefahrenquellen an Maschinen durch mechanische Sicherheitsvorkehrungen eliminieren. In diesen Fällen werden häufig optische Verfahren, wie etwa Lichtschranken oder Lichtvorhänge, verwendet. Bei Gefahrenbereichen, die aus unterschiedlichen Richtungen vor unbefugtem Zutritt gesichert werden sollen, kommen Zutrittskontrollen mit umgelenkten Strahlen aus Lichtschranken zum Einsatz. Ein solches System hat der Sensorspezialist Contrinex neu im Programm.
Die Lichtschranken des Safetinex Zugangskontrollsystems von Contrinex bestehen jeweils aus einem Sender und Empfänger, zwischen denen in gleichmäßigen räumlichen Abständen (300, 400 oder 500 mm) Infrarotstrahlen mit einer Wellenlänge von 880 Nanometern gesendet werden. Zwischen Sendern und Empfängern entsteht so ein Schutzfeld, das durch die Position der beiden Geräte und deren Schutzfeldhöhe begrenzt ist. Gelangt ein Objekt, beispielsweise ein Mensch oder ein Fahrzeug, in das besagte Schutzfeld, wird die angeschlossene Maschine hinter dem Schutzfeld sofort gestoppt.
Um nicht an jeder Ecke des gewünschten Schutzbereichs neue Lichtschranken installieren und anschließen zu müssen, werden stattdessen die Infrarotstrahlen umgelenkt. Dies geschieht mittels robuster Spiegelsäulen, die sich einfach und exakt vertikal und horizontal ausrichten lassen. Durch die integrierten Federelemente im Fuß der Säulen richten sich diese nach einer Berührung selbsttätig wieder aus. Der erwünschte horizontale Erfassungsbereich (und damit der Umfang des Schutzbereichs) kann in mehreren Schritten zwischen 1 und 50 Metern gewählt werden.
Das Schutzsystem minimiert durch den Einsatz nur eines Senders und Empfängers nicht nur den Installationsaufwand, sondern bietet auch einen erheblichen Kostenvorteil gegenüber einzelnen Lichtschranken. Da zudem die in dem System eingesetzten Sender und Empfänger "designed-to-cost" sind, ergibt das von Contrinex vorgestellte Sicherheitssystem eine preislich sehr attraktive Lösung, die gleichzeitig den strengen Qualitäts- und Sicherheitsansprüchen, beispielsweise der neuen Maschinenrichtlinie, genügt.
Die Zuverlässigkeit des Schutzsystems wird durch einen integrierten permanenten Selbstkontrollmechanismus gewährleistet. Wird ein interner Fehler erkannt, stoppt die Anwendung sofort. Die Zutrittskontrolle ist gegen Überlasten, Kurzschlüsse und kurzzeitige Überspannungen geschützt. Zudem verfügen die Sender und Empfänger über zwei Übertragungskanäle mit unterschiedlichen optischen Kodierungen. Das System erfüllt die Anforderungen der Sicherheitskategorie Typ 4 nach IEC 61496-1 und -2 bzw. PL e nach ISO 13849-1. Zudem erreicht es die Schutzklasse III und die Schutzart IP65.
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